Hoffnungszeichen

Nr. 19

Ich will lernen,
gegen die Sinnlosigkeit anzuleben.
Der Sprachlosigkeit will ich Worte verleihen
und der Traurigkeit ein offenes Ohr.
Der Blindheit will ich die Augen öffnen
und zu den Lähmungen sprechen: Steht auf!

Dem schnellen Vergessen will ich
Erinnerungen schenken
und der Gleichgültigkeit will ich Worte verschaffen,
die etwas gelten in der Welt.
Auf dem Acker der Lieblosigkeit will ich
Rosen pflanzen
und die Ziellosigkeit eines jeden Tages
am Ende des Regenbogens verankern.

Der Beziehungslosigkeit will ich Fäden spinnen
und der Einsamkeit fremde Türen öffnen.
Der Kälte will ich feurige Kohlen geben,
und der Trostlosigkeit will ich ein Lächeln schenken,
verborgen und heimlich vor dieser Welt.
Die Ausweglosigkeit will ich nach langem Schlaf
zu vollem Leben erwecken.
Autorin: Christa Spilling-Nöker, eingereicht von Manuela Andolina

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