Weihnachten, 25. Dezember

Weihnachten in der längsten und dunkelsten Nacht – im julianischen Kalender fiel die Wintersonnenwende auf unseren heutigen 25. Dezember. Das ist kein Zufall! Wie nach der Wintersonnenwende die Tage länger werden und auf einen neuen Frühling zugehen, so soll das Geburtsfest des Erlösers, des Sohnes Gottes, Licht und eine neue Hoffnung in die längste Nacht, in die dunkle Zeit bringen. Auch heute, da die Nacht durch die Coronapandemie noch schwerer zu ertragen ist.

Die Mitte der Nacht ist bereits der Beginn eines neuen Tages. Das gehört zur Weihnachtsbotschaft: Fürchtet euch nicht, ihr seid nicht allein und verloren. Etwas Neues beginnt still und unscheinbar, auch wenn es noch gar nicht sichtbar ist. Es beginnt auch heute, auch in Deinem Herzen.

Mitten in der Nacht leuchtet uns immer noch ein Licht, ist immer noch die Gegenwart eines Liebenden zu spüren, der selber mitten durch Nacht und Finsternis, ja durch die Finsternis des Todes gegangen ist. Am Ende siegt das Licht, das Leben. “Fürchte Dich nicht”.
Andreas Rellstab, Pfarrer

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